Justin Arndt gewinnt Münchener Kindl

Besser hätte der Start in die neue Saison für den 15-Jährigen Justin Arndt nicht laufen können. Nach seinem sensationellen 23. Platz bei dem internationalen Turnier der Junioren in Jena zwei Wochen zuvor, gelang dem Florettfechter nun der erste Sieg eines hochkarätig besetzten Turniers in München.

Unter den 153 Teilnehmern zeigte Justin bereits am ersten der zwei Turniertage, dass er aktuell in Bestform ist. In der Vorrunde konnte er bereits fünf von sechs Gefechten für sich entscheiden. In der anschließenden Zwischenrunde steigerte sich Justin nochmals und gewann alle sechs Kämpfe für sich und zog als Zehnplatzierter in die 128er Direktausscheidung ein, in der er sich durch ein Freilos direkt für den zweiten Turniertag qualifizierte.

Am zweiten Turniertag, an dem sich die letzten 64 Teilnehmer trafen, zeigte Justin erneut, dass er aus dem Favoritenkreis in München nicht wegzudenken ist. Nach drei deutlichen Siegen fehlte Justin nur noch ein weiterer Sieg, um sich direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren. Trotz einer zunächst deutlichen 7:15 Niederlage gegen den Erstplatzierten der Deutschen Rangliste, Arwen Borowiak, ließ sich Justin nicht aus der Ruhe bringen und kämpfte sich über den Hoffnungslauf ins Turnier zurück. Nachdem der Quernheimer im anschließenden Viertelfinale das Gefecht mit 15:8 gegen Bastian Kappus für sich entschied, stand ihm erneut Arwen Borowiak als Gegner auf der Bahn. Mit den Erfahrungen aus dem ersten Gefecht gegen den Tauberbischofsheimer, konnte sich Justin am Ende mit 15:11 durchsetzen und zog erstmals in ein Finale bei einem nationalen Turnier dieser Größenordnung ein.

Auch im Finalgefecht gegen Nils Fabinger aus Moers, dem Zweitplatzierten der Deutschen Rangliste, behielt Justin von Beginn an die Oberhand und siegte mit 15:11.

Mit dem überragenden Sieg des Turniers hat sich Justin Arndt nicht nur eine weitere Goldmedaille erkämpft, er hat außerdem bewiesen, dass er zu den besten Florettfechtern seiner Konkurrenz gehört.

„Justin hat großes Talent und ist in der Lage schnell aus Fehlern zu lernen und diese umzusetzen, was ihm heute zum verdienten Sieg geführt hat“, so Trainer Tiberiu Rapolti, der sich sehr zufrieden mit der Leistung seines Schützlings zeigte.