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[Ergebnisse] [18.04.10] NACHTRAG - Graf-Engelbert-Turnier in Bochum

Quernheimer Medaillenrausch beim Graf-Engelbert-Turnier in Bochum

Deutsche Meisterschaft und Ruhr-Tour gesichert

Am Samstag (17.4.10) ging es für die Quernheimer Florettfechter um alles. Für Silas Heidenreich und Norina Mowe ging es um die Sicherung von Platz eins der westfälischen Rangliste und für Marlon Brökemeier sowie Til Haaf ging es gar um die Qualifikation zur diesjährigen Deutschen Meisterschaft in Weimar. Hierfür war jedoch Platz drei, in einem Starterfeld von 14 Fechtern, für beide Fechter Pflicht.

Eine gute Vorrunde von allen Quernheimer Fechtern machte die erwünschten Ziele ein Stück greifbarer.

Silas gewann alle seine sechs Vorrundengefechte und belegte zu Recht Platz eins der Setzliste. Marlon und Til verloren lediglich nur ein Gefecht und erreichten somit drei und vier der Setzliste. Aufgrund der guten Leistungen in der Vorrunde waren alle drei Fechter vom ersten Ko-Gefecht befreit. Um den Einzug ins Viertelfinale mussten dann Marlon und Til noch einmal kurz zittern, da beide ihr Ko-Gefecht verloren. (Marlon mit 6:10 gegen Sebastian Kaiser und Til mit 8:10 gegen Linus Plötz) Lediglich Silas fegte seinen Gegner Gereon Manhardt mit 10:4 von der Bahn und zog sicher in die Runde der letzten acht ein. Die beiden Hoffnungslauf-Siege für Marlon (10:0) und Til (10:3) gaben noch einmal Auftrieb für die anschließenden Vietelfinalgefechte. Wieder marschierte Silas in Rekordzeit in die nächste Runde und fegte seinen Gegner Timo Erdmann von der Bahn. Marlon und Til schafften jeweils die Revanche und drehten die Ergebnis des ersten Ko-Gefechts. Marlon schlug Sebastian Kaiser überraschend klar mit 10:3 und Til schlug Linus Plötz mit 10:7. Damit war das Ziel Deutsche Meisterschaft für Marlon und Til erreicht. Im Halbfinale kam es dann zum reinen Quernheimer-Duell. Marlon verlor mit 3:10 gegen Silas. Auch bei Til war im Halbfinale die Luft raus. Er verlor sein Gefecht gegen Justian Moor mit 4:10. Im anschließenden Finale zwischen Silas und Justian Moor zeigte der Quernheimer seine ganze Klasse und besiegte Moor mit 10:4. Er sicherte sich somit auch Platz eins der westfälischen Rangliste.

Im Damenflorett, mit einem Starterfeld von 12 Fechtern, ging es für Norina darum Platz eins der westfälischen Rangliste zu sichern. Ebenso wie die Herrenflorett Fechter begann auch Norina mit einer guten Vorrunde. Vier Siege in vier Gefechten brachten ihr Platz 2 der Setzliste. Mit einem 9:2 Sieg im Viertelfinale gegen Paula Purps zog Norina ins Halbfinale ein. Hier kam es zum Duell der beiden Führenden der westfälischen Rangliste. Norina bewies das sie zu Recht die Nummer eins der westfälischen Rangliste ist und gewann 10:3 gegen Brinja Möller. Im Finale gegen Stella Bressler machten dann leider die Nerven nicht mehr mit und Norina verlor 7:10. Am Ende hieß es für sie Platz zwei und Platz eins der westfälischen Rangliste.

Am Nachmittag gingen noch Jan Lademann und Fynn Kobs im Degen an den Start. Im Schüler Jahrgang 1999 fochten sieben Fechter eine Finalrunde. Fynn konnte fünf seiner sechs Gefechte gewinnen und landete auf Grund des schlechteren Trefferverhältnisses auf dem zweiten Platz. Im ältesten Schülerjahrgang 1998 konnte Jan zwei seiner fünf Vorrundengefechte für sich entscheiden und landete auf Platz sieben der Setzliste. Das erste Ko-Gefecht im 16er-Ko gewann Jan mit 10:6 gegen Jan Wetter. Auch das anschließende Gefecht gegen Jan Kieslich konnte Jan mit 10:9 für sich entscheiden. Doch die Wiederauflage im Viertelfinale verlor Jan dann mit 5:10. Am Ende hieß es für ihn Platz sechs.

Auch am Sonntag gingen zwei Quernheimer Fechter an den Start. Phillipp Kröger musste sich in einem 13er Starterfeld behaupten. Er gewann drei seiner fünf Vorrundengefechte und zog auf Platz sieben in das 16er-Ko ein. Nach einem eindrucksvollen 10:0 gegen Julius Krüselmann folgte ein hart umkämpftes 10:8 gegen Valentin Mesnager aus Belgien. Das erneute Duell gegen Mesnager im Viertelfinale konnte Phillipp diesesmal leider nicht für sich entscheiden und verlor mit 8:10. Am Ende blieb Phillipp Platz sieben in der Endabrechnung.

Kleine aber gerechte Hoffnungen auf den Gesamtsieg der Ruhr-Tour machte sich Timo Nordsiek. Nach zwei zweiten Plätzen in den vorangegangenen Turnieren, lies er es in Bochum „krachen“. Bei 14 Teilnehmern lag ein Marathon von drei Runden vor Timo. Nach kleinen Startschwierigkeiten und zwei Niederlagen in den Auftaktgefechten sicherte sich Timo die nächsten vier Gefechte und zog souverän in die Zwischenrunde ein. Hier machte er seine Ansprüche auf den Turniersieg und den Gewinn der Ruhr-Tour geltend. Er gewann seine vier Gefechte und zog auf Platz eins der Setzliste in die Finalrunde ein. Hier gewann Timo vier seiner fünf Gefechte und musste auf Grund der Sieggleichheit in einen Stichkampf gegen den Holländer Axel Zoons. In der Finalrunde verlor Timo noch gegen seinen holländischen Gegner mit 2:5. Dies konnte Timo dann im Stichkampf um Platz eins dann drehen und gewann das entscheidende Gefecht mit 5:2 und sicherte sich Platz eins. Zudem gewann Timo auch in seinem ersten Turnierjahr die Ruhr-Tour.


Platzierungen:

Gold für Silas Heidenreich (1997) und Timo Nordsiek (2000)

Silber für Norina Mowe (1997) und Fynn Kobs (1999)

Bronze für Marlon Brökemeier und Til Haaf (beide 1997)

Platz sechs für Jan Lademann, Platz sieben für Phillipp Kröger (beide 1998)